Marke Frankonia

Über Frankonia Samen

Neben der Marke SAMEN PFANN ist die Philipp Klein GmbH durch die starke Marke Frankonia Samen vertreten.

150 Jahre Philipp Klein GmbH

Im Jahre 1863 erwarb der 22-jährige, ledige und großjährige Handlungscommis Philipp Christian Klein von Kreuzwertheim“ nach der Urkunde des königlich-bayerischen Notars zu Miltenberg das Haus in der Miltenberger Hauptstraße, Ecke Fabrikstraße, unter Assistenz seines Vaters Philipp Klein für 3000 Gulden. Keiner der Beteiligten konnte erwarten, dass damit der Ur-Ur-Großvater des heutigen Geschäftsführers der Philipp Klein GmbH, Knut Hessel, den Grundstein für das heutige Unternehmen legte. Am 28.3.1863
wurde die Konzession zur Ausübung des Handelsgewerbes beurkundet. Das Unternehmen ist heute in fünfter Generation in Familienbesitz.

Philipp Klein betrieb eine „Spedition und Commission“ sowie einen Handel mit Landesprodukten und Kolonialwaren. Auch Sämereien und Baustoffe zählten zu seinen Handelswaren, mit denen er vor allem die Bevölkerung im Spessart und Odenwald seit der Öffnung der Bahnstrecken versorgte. Die allgemeine Wirtschaftslage war in der Folgezeit gerade im Spessart sehr schlecht. Die königlich-bayerische Regierung von Unterfranken teilte deshalb mit, was die Menschen dort am dringendsten benötigte: „an Nahrungsmitteln: Erbsen, Bohnen, Linsen, Kartoffeln, …, und Zucker, Rotwein, geräucherter Fisch, überhaupt gut aufzubewahrende und transportfähige Nahrungsmittel.“ Bald hatte sich das Unternehmen einen beachtlichen Kundenstamm geschaffen. Nach 31 Jahren stetiger Entwicklung übernahm der Schwiegersohn Cornelius Stürmer 1894 das Unternehmen und führte es mit einem, besonders durch Grünkernmehl und Feldsaaten erweiterten Sortiment, weiter. Ab 1917 leitete sein Sohn Robert Stürmer die Firma. Dieser stellte ab 1930 den Samengroßhandel auf Sämereien in Tüten im Kommissionshandel an Wiederverkäufer um. Während des 2. Weltkrieges führten seine Töchter das Unternehmen, bis er aus englischer Gefangenschaft im Herbst 1945 zurückkehrte. Um einem strukturbedingten Absatzrückgang bei den Feldsaaten entgegenzuwirken, verlagerte man den Schwerpunkt des Unternehmens immer mehr auf Gemüse- und Blumensamen in Portionspackungen und auf Blumenzwiebeln. Nach dem Tode Robert Stürmers im Jahre 1958 führte seine Tochter Elisabeth Hessel das Unternehmen. Sie erweiterte den Geschäftsbereich, indem sie ein Versandhandelsunternehmen erwarb. Dieses existierte bis heute unter dem Label “Ihr Gartenberater“.

Der Betrieb war inzwischen an den Bahnhof verlegt worden, wo man jedoch Ende der 60er Jahre keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr hatte. Deshalb wurde ein neues Betriebsgebäude in der Martin-Vierengel-Straße 1 gebaut, das im Januar 1973 bezogen werden konnte. Mittlerweile wurde das Unternehmen von ihrem Sohn, Knut Hessel, modernisiert und erweitert, sodass im letzten Geschäftsjahr getreu dem Motto des Firmenlogos „Frankonia Samen – der wachsende Erfolg“ der bisher höchste Umsatz erzielt werden konnte.